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Vitaly Friedman, geboren in Minsk, Weissrussland, am 8. Februar 1985. Mein erstes - und bisher einziges - Buch habe ich im Jahre 1992 niedergeschrieben; damals war ich 7 Jahre alt. Die erste Fassung umfasste rund 90 handgeschriebene Seiten... bio & cv »
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Vitaly Friedman, born: 08.02.1985 Vitaly Friedman, born: 08.02.1985 Aquarius Birthstone Born in February Alchemist AKA ylatiV Maths Lover Physics Lover 50% geek 99% sane 0% religion 50% life enjoying Cinema Lover Romantic Dreamer Music = Life MP3 Diversity Webmaster Web developer: my philosophy Technorati Profile Opera Lover Wikipedia Helper
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What is the fucking point?..

"...meine Gedanken über den Sinn des Lebens..."

10.Mai2005//Dienstag

Es ist eine triviale, banale, aber sicherlich keine einfache Frage. Sie scheint immer ohne einen nachvollziehbaren Grund aufzutauchen, möglicherweise weil sie keine logische oder eindeutige Antwort hat. Dennoch ist es kaum möglich, sich von dieser hinterhältigen Falle loszuwerden - steckt man einmal drin, so wird eine Gedankenkette losgelöst, die weder einen Beginn noch ein Ende besitzt. Ein Paradox? Sicherlich nicht, denn Gefühle lassen sich auf diese Weise nicht beschreiben - ganz zu schweigen von der Fähigkeit, sie verstehen zu können...

...Es war ein gemütlicher, kalter, sonniger Abend. Ein Abend, wie viele andere. Draußen heulte Wind mit einer sanften Gewalt, als ob er fein fallende Regentröpfchen zu bekämpfen versuchte. Offensichtlich gelang es ihm nicht, denn der Regen hörte nicht auf, und der Wind wurde langsam, aber sichtbar stärker. Ich warf den Blick auf die Straße, lächelte kurz und wendete mich ratlos ab. Ich versuchte zu lesen, aber ich fühlte nicht, dass ich diesen Abend einer fiktiven Welt bzw. fremden Illusionen widmen möchte. Ich wollte Realität beobachten, ich wollte mich in dieser Realität beobachten.

"Sie sagen, dass man sich Zeit nehmen sollte, um das zu tun, was man schon immer tun wollte, dazu aber aus verschiedenen Gründen nicht kam", dachte ich. "Die Unfähigkeit, den Gedanken abzulegen, verhindert das sinnvolle Ausnutzen einer Zeitspanne oder diese im sinnvollen Maße zu genießen", sagten sie. Ja, tatsächlich: hat man einen Traum, so kann man ihn früher oder später verwirklichen, es sei denn man habe keinen Traum. Oder dieser Traum sei eine verschwommene Silhouette, der mann orietirungslos nachahmt, ohne dabei wahrzunehmen, dass man einer Silhouette nachahmt. In diesem Kontext verliert ihre Behauptung wohl jegliche Legitimität, Akzeptanz und somit auch ihre Bedeutung, oder?

Ich fing an zu denken. Ich reflektierte über meine Vergangenheit und über meine Gegenwart. Ich wagte sogar, mir vorzustellen, wie meine Zukunft aussehen könnte. "Heute werde ich meinen Träumen, meiner Lust und meinen Gedanken wohl keine klare Gestalt geben können", entschied ich und schloss die Augen.

Tatsächlich ist in meinem Gehirn blitzartig ein Kreis, ein geschlossener Kreis entstanden, ohne einen sichtbaren Anfang und ohne ein sichtbares Ende. Der Wind heulte nicht mehr, er schrie in die Leere, den bitteren Wassertröpfchen folgend. "Was soll denn dieser geschlossene Kreis?", dachte ich. "Wenn der Kreis geschlossen ist, hat er überall einen Anfang und überall ein Ende. Aber was hält denn diesen Kreis zusammen? Was ist der Sinn dieses Kreises? Hat er einen Sinn? Was ist der Sinn meiner Gedanken? Überdies hinaus - was ist der Sinn meiner Existenz?..".

Und schon ist man drin.

Ich wollte meine Augen nicht öffnen, obwohl die ersten vorsichtigen Sonnenstrahlen mein Gesicht zu kitzeln anfingen. Ich legte mich ruhig zurück, die Brauen runzelnd, als ob ich der mächtigen Natur meinen Willen entscheidend entgegentreten wollte. Ich wollte das nicht, aber ich fühlte das nicht, denn mit meinen Gedanken war ich sehr weit entfernt.

Ich erinnerte mich an einen kanadischen Film, den ich vor ein paar Wochen gesehen habe, und der mich damals sehr stark beeindruckt hat. Der Film heißt "Last Night" (bzw. "Letzte Nacht"); er beschreibt das Verhalten der Menschheit, die sich der Apokalypse nähert und nur wenige Stunden bis zum Momentum X zu erleben hat. Was würdest du tun, wenn dir der Zeitpunkt deines Todes bekannt gewesen wäre, fragte ich mich? Was würdest du tun, wenn du nur wenige Stunden "zur Verfügung hättest"?

Ich suchte die Antwort in meinem Kopf und in meinem Herz. Aber ich konnte nur gewisse Aspekte, ja, einzelne Elemente finden, die zum Teil sehr verschieden, zum Teil sehr änhlich gewesen sind. Ich wusste zwar, was ich erreichen möchte, und was ich erfahren möchte, ich konnte jedoch weder Prioritäten setzen, noch den für mich wichtigsten Aspekt finden.

Glücklich sein? Zu trivial, abstrakt und das ist offensichtlich keine konkrete Antwort. Menschen helfen? Zu banal, denn es ist wohl genug, sozial zu sein, um Menschen in Not hilfen zu können. Außerdem erlaubt mir mein Egoismus nicht, mein ganzes Leben anderen Menschen zu widmen. Spaß haben? Wiederum zu egoistisch, zudem ich in meinem Leben etwas zustandebringen möchte. Unendliche Liebe empfinden? Meine Traumfrau sich als Zentrum des Universums fühlen zu lassen? Werde ich mir nicht zu... erschöpft vorkommen? Liebe führt entweder zum Glücklichsein oder zu einer emotionalen Misere, die vom Leid und unerträglichen Schmerzen begleitet ist. Außerdem bin ich eher ein vernünftiger, logisch denkender Mensch, bei dem Gefühle zwar nicht abseits stehen, aber auch (wahrscheinlich) nicht den Mittelpunkt...

Ich war enttäuscht und verängstigt. Ich wollte meine Augen öffnen. Aber ich tat das nicht.

Ich suchte immer weiter, immer tiefer schaute ich in meine Seele, in meine Träume, Interessen, in meine Wünsche. Und immer tiefer fiel ich anschließend in eine grenzenlose Leere, die mich vollkommen gefesselt hatte. Und dann ist es mir klar geworden.

Es gibt keinen wichtigsten Sinn des Lebens, mindestens für mich gibt es keinen; dafür aber gibt es mehrere einzelne Aspekte, die zusammen einen individuellen Sinn ergeben.

Wie ein Maler, der mit seinem Pinsel und einer Palette neue Kreaturen schafft, so schafft jedes einzelne Individuum mit seinen Erfahrungen und seinen Überzeugungen seine eigene Zukunft. Der Unterschied liegt nur darin, dass jeder Mensch dem Zufall bzw. dem Schicksal unterworfen ist, und somit bei seiner Entwicklung nur gewisse Richtlinien definiert; den Rest aber seiner Existenz in der Gesellschaft überlässt. Der Sinn des Lebens besteht somit darin, das Mosaik des Lebens auf eigene Art und Weise sinnvoll zusammenzubauen und dieses mit bunten Farben zu schmücken.

Ich wollte lieben, ich wollte das Gefühl der Zufriedenheit empfinden, ich wollte meine Visionen realisieren, meine Wünsche verwirklichen. Auch wollte ich das wollen. Das war und ist mein "point" in meinem Leben.

...Ja, ich bin so naiv gewesen. Ich glaubte vorher, dass ich es von mir behaupten kann, immer genau zu wissen, was ich von meinem Leben erwarte und was ich zu verwirklichen habe. Aber ich hatte mich geirrt. Ich wusste es nicht, ich wusste es nie, genauso wie kein einziger Mensch das je genau wissen konnte. Denn dafür muss man seine eigene Entwicklung vorhersagen können, eine Entwicklung, die aus Trillionen von Zufällen oder Schicksalen - wie auch immer man es lieber akzeptieren mag - besteht...

Ich öffnete die Augen. Die Sonne schien die Welt mit einer derart fröhlichen Lebendigkeit zu füllen, dass ich mir ein strahlendes Lächeln nicht verkneifen konnte. Ich stand auf und verließ mein Zimmer. Ich wusste ganz genau, dass dieser Tag ein anderer Tag werden sollte.

Weitere Links zum Thema "Meine Gefühle":

 » 01. Wenn man fühlt...
 » 02. What is the fucking point?
 » 03. Meine Empfehlungen